Selbstständigkeit

Falls Sie sich dazu entschließen, sich als Fahrlehrer selbstständig zu machen, ist der Besuch eines Fahrschulbetriebswirtschaftslehrgangs notwendig. Mit diesem Seminar sind Sie dazu berechtigt, als Inhaber oder verantwortlicher Leiter die Führung einer Fahrschule zu übernehmen.

In dem Lehrgang wird auf die Besonderheiten eingegangen, die zur Eröffnung einer eigenen Fahrschule notwendig sind, angefangen bei den Kriterien der Standortwahl über die Finanzierung und das Management bis hin zu Personalwesen, Arbeits- und Sozialrecht.

Fahrschulbetriebswirtschaftslehrgang (BWL)

Betriebswirtschaftliches Seminar

Die meisten angestellten Fahrlehrer schließen nach einigen Jahren den Beschluss der Selbständigkeit.

Wenn Sie sich nun als Fahrlehrer selbstständig machen möchten oder als verantwortlicher Leiter in einer Fahrschule tätig werden möchten, benötigen Sie einen 70 stündigen Fahrschulbetriebswirtschaftslehrgang.

Neben anderen Voraussetzungen wie beispielsweise zwei Jahre lang bei einem Fahrschulinhaber angestellt gewesen zu sein, schreibt der Gesetzgeber den Besuch eines betriebswirtschaftlichen Seminars mit einer Schulungsdauer von  70 Unterrichtseinheiten vor.

  • Dauer
    9 Tage

  • Kosten
    959,00 Euro

  • Termine
    19.05.2019 - 29.05.2019
    19.11.2019 - 27.11.2019

Auszug aus dem Fahrlehrergesetz:

§ 18 Voraussetzungen der Fahrschulerlaubnis

(1) Die Fahrschulerlaubnis wird erteilt, wenn

  1. der Bewerber das 25. Lebensjahr vollendet hat und keine Tatsachen vorliegen, die ihn für die Führung einer Fahrschule als unzuverlässig erscheinen lassen,
  2. keine Tatsachen vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die Pflichten nach § 29 nicht erfüllen kann,
  3. der Bewerber die Fahrlehrerlaubnis für die Klasse besitzt, für die er die Fahrschulerlaubnis beantragt,
  4. der Bewerber mindestens zwei Jahre lang im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses mit dem Inhaber einer Fahrschulerlaubnis hauptberuflich als Fahrlehrer tätig war,
  5. der Bewerber erfolgreich an einem Lehrgang von mindestens 70 Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten über Fahrschulbetriebswirtschaft teilgenommen hat,
  6. der Bewerber den erforderlichen Unterrichtsraum, die erforderlichen Lehrmittel und die zur Fahrausbildung in der betreffenden Fahrerlaubnisklasse bestimmten Lehrfahrzeuge zur Verfügung hat.

Unzuverlässig im Sinne des Satzes 1 Nummer 1 ist ein Bewerber insbesondere dann, wenn er wiederholt die Pflichten gröblich verletzt hat, die ihm nach diesem Gesetz oder den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen obliegen.

(2) Ist der Bewerber eine juristische Person, wird die Fahrschulerlaubnis erteilt, wenn die in Absatz 1 Nr. 6 genannten Voraussetzungen erfüllt sind und keine Tatsachen vorliegen, die die zur Vertretung berechtigten Personen als unzuverlässig erscheinen lassen und eine von ihnen, die die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 5 erfüllt, zum verantwortlichen Leiter des Ausbildungsbetriebs bestellt wird. Der verantwortliche Leiter muß nach den Umständen, insbesondere bei Berücksichtigung seiner beruflichen Verpflichtungen, die Gewähr dafür bieten, daß die Pflichten nach § 16 erfüllt werden.

(3) Bis zu fünf Inhaber einer Fahrschulerlaubnis der gleichen Klassen können eine Fahrschule in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts betreiben (Gemeinschaftsfahrschule). Jeder Gesellschafter ist berechtigt, seine Fahrschüler von einem Mitgesellschafter oder von den bei dem Mitgesellschafter beschäftigten Fahrlehrern ausbilden zu lassen. Eine zusätzliche Fahrschulerlaubnis ist nicht erforderlich. Der Gesellschaftsvertrag bedarf der Schriftform.

(4) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung regelt durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Einzelheiten der Voraussetzungen der Fahrschulerlaubnis und des Betriebs einer Fahrschule, insbesondere die Anforderungen an Unterrichtsräume, Lehrmittel und Lehrfahrzeuge sowie der Überwachung der Fahrschulen.